Vegetarisch leben – Eine kritische Betrachtung

Die vegetarische Ernährung ist keine Erfindung der Neuzeit, denn schon der griechische Philosoph Pythagoras, der im 6. Jh. V. Chr. Lebte, erdachte die Prinzipien dieser Ernährungsform. Generell geht es bei der vegetarischen Ernährung, wie der Name schon vermuten lässt, um die Ernährung ausschließlich oder überwiegend mit pflanzlichen Lebensmitteln. Tierische Lebensmittel werden hier entweder weitgehend oder komplett gemieden. Dabei werden die Formen des Vegetarismus aber inzwischen unterschieden und so finden sich auch Vegetarier, die sich durchaus den Verzehr von tierischen Lebensmitteln erlauben. Auch in der Zubereitung und der Art der aufgenommenen Lebensmittel unterscheiden die Vegetarier sehr stark. Kurz zu der Zubereitung ein paar Worte. Wer überwiegend auf  Gemüse und andere, in der Regel gekochte oder gegarte Lebensmittel, zurückgreift, dem sei ein Dampfgarer ans Herz gelegt. Bei dem schonenden garen werden viele wichtige Nährstoffe erhalten und somit bleibt das Lebensmittel vollwertiger.

 

Was macht einen Vegetarischen Lebensstil aus?

Die empfehlenswerteste Form der vegetarischen Ernährung liegt darin, lediglich auf Fleisch, Fisch und die daraus hergestellten Lebensmittel zu verzichten. Der Ovo-Lacto-Vegetarier isst neben der pflanzlichen Nahrung auch Milch, Milchprodukte und Eier, allerdings eben kein Fleisch. Der Lacto-Vegetarier lebt wie der Ovo-Lacto-Vegetarier, verzichtet aber in seiner Ernährung auch auf den Verzehr von Eiern. Diese Form des Vegetarismus wird von Ernährungsexperten als sehr empfehlenswert betrachtet, da sich hier keine Mangelerscheinungen ergeben und die Nährstoffe, die aus dem Fleisch stammen, durch andere hochwertige Lebensmittel abgefangen werden.

Weitere Gruppen der Vegetarier stellen die Veganer und die Rohköstler dar. Die Veganer ernähren sich ausschließlich von pflanzlicher Kost. Milchprodukte werden hier ebenso gemieden wie Eier und auch Honig als Produkt aus tierischer Herkunft. Auch die Nutzung von Leder in der Bekleidung wird abgelehnt.

Die Rohköstler wiederum verzichten nicht nur auf Fleisch, Eier, Milch und deren Produkte, sondern auch auf den Verzehr von gekochter Nahrung. Ausschließlich unbearbeitete pflanzliche Kost wird hier verzehrt.

 

Vegetarisch leben – Gibt es Mangelerscheinungen?

Für beide Gruppen, also die Veganer als auch die Rohköstler, besteht ein hohes Risiko, innerhalb der Ernährung Mangelerscheinungen aufzuweisen, daher werden diese Formen des Vegetarismus von Ernährungsexperten als wenig bis überhaupt nicht empfehlenswert betrachtet.

In der vegetarischen Ernährung entwickeln sich auch regelmäßig neue, oft modeunterworfene, Tendenzen. Die etwas spöttisch als Pudding-Vegetarier bezeichneten Vegetarier lehnen zwar fleischhaltige Kost ab und setzen auf pflanzliche Kost. Da diese aber überwiegend aus den sogenannten Convenience-Produkten, also industriell erzeugten Fertigprodukten besteht, ist die Gefahr der Fehlernährung sehr hoch. Auch Fructaner finden sich inzwischen unter den Vegetarier. Sie bilden die strengste Form der Veganer, denn sie ernähren sich ausschließlich von Rohkost in Form von Früchten. Beide Sonderformen des Vegetarismus werden, so unterschiedlich sie auch sind, von Ernährungsexperten als überhaupt nicht empfehlenswert betrachtet.

Besonderes Augenmerk sollte bei vegetarischer Ernährung auf ausreichende Versorgung mit folgenden Inhaltsstoffen gelegt werden: Eiweiß, Calcium, Eisen, Zink, Jod, Kupfer, Selen sowie den Vitaminen D, B2, B12 und Niacin.

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