Keine Zeit für Sport? – Fitness für Manager und Vielbeschäftigte

Insbesondere Führungskräfte und Außendienstmitarbeiter verbringen die Mehrheit ihrer Zeit auf Reisen oder in Meetings,  gegessen wird zwischendurch am Flughafen oder im Business Lunch, der Sport kommt dabei oft zu kurz. Dabei sind ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung eine wichtige Grundlage, um auch im Beruf stets Höchstleistungen erbringen zu können – und seine Leistungsfähigkeit lange zu erhalten!

 

Keine Zeit für Sport? – Fitness für Manager und Vielbeschäftigte

Wie bleiben Menschen mit hohem Reise- und Überstundenpensum, unregelmäßigen Mahlzeiten und wenig Zeit zu bewusstem Einkauf und Kochen fit? Wir haben 5 Betroffene befragt, wie sie trotz eines mehr als ausgefüllten Alltags und unregelmäßiger Mahlzeiten gesund und in Form bleiben!

 

Der Verkaufsleiter mit struktuierten Mahlzeiten & Sport

Florian, 36, Verkaufleiter im Außendienst eines mittelständischen Maschinenbauers: “Ich versuche, trotz zehn- und mehrstündiger Arbeitstage, mindestens 2 Mal unter der Woche Sport zu treiben. Zum Glück hat mein Fitness-Studio Niederlassungen in meinem gesamten Verkaufsgebiet, die ich als Mitglied nutzen kann. So halte ich mir an zwei Tagen bewusst etwas Zeit zwischen Terminen frei, um zu trainieren. Das einzige Zugeständnis, dass ich dabei machen muss, ist, auch beim Sport für meine Kunden telefonisch erreichbar zu sein. Zudem genehmige ich mir nur an Sport-Tagen ein Mittagessen im Fast-Food-Restaurant, ansonsten achte ich darauf, möglichst leicht zu essen.

Ich sitze mindestens 5 Stunden täglich im Auto, natürlich gibt es zwischendurch mal einen Riegel oder ein belegtes Brötchen von der Tankstelle. Aber nicht im Übermaß. Abends esse ich grundsätzlich nur Salate, Obst oder leichte Fisch- und Fleischgerichte. Auf der Uni war ich eine Sportskanone, das schaffe ich nun zwar zeitlich nicht mehr, aber ich versuche wenigstens, meine grundsätzliche Fitness zu erhalten. Dazu gehört leider auch, bei Geschäftsessen auf einiges zu verzichten, was schwer und lecker ist. Dafür bin ich aber auch der Einzige in meinem Team, der beim Firmenfußball nicht schon nach fünf Minuten hechelnd eine Pause braucht.”

 

Die Bankerin hält sich fit

Britta, 42, Leiterin der Firmenkundenbetreuung bei einer Sparkasse: “Meine Figur war mir immer wichtig. Ich fühle mich gern schlank und sexy, außerdem geht mit der Fitness eine Dynamik einher, die mich viel energischer und souveräner autreten lässt. Außerdem habe ich noch die gleiche Kleidergröße wie mit Anfang 30. Ich jogge jeden Morgen, konsequent. Auch wenn ich dafür schon mal um 6 Uhr aufstehen muss. Ich esse kleine Portionen, dafür aber oft – das wichtigste ist ein gutes Frühstück mit Rühreiern, frischem Vollkornbrot und Früchten. Bis zum Mittagessen habe ich mindestens eine Zwischenmahlzeit verputzt, in der Regel Joghurt oder Obst. Mittags und Abends gibt es meistens Meeresfrüchte oder fettarm zubereitete Geflügelgerichte, dazwischen alles vom Magerquark bis zum Schokoriegel. Man muss auch mal sündigen, um nicht unglücklich zu werden. Manchmal, gerade an anstrengenden Tagen, geht es nicht ohne Schokolade. Wichtig ist nur: am nächsten Morgen wird wieder gejoggt…”

 

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Die Designerin sucht Ausgleich im Fitnesssport

Julia, 32, freiberufliche Modedesignerin: “Ich muss tragen können, was ich entwerfe. Ich arbeite für ein paar bekannte Labels, darunter auch Sportartikler, und da macht es sich nicht so gut, wenn man Entwürfe in Größe 36 präsentiert während einem selber der Bauch über die Hose hängt. Außerdem ist die Auswahl an Klamotten in schlanken Größen einfach wahnsinnig groß, mir würde etwas fehlen, wenn ich nicht mehr alles tragen könnte. Natürlich ist mein Berufsleben das reinste Zeitchaos – ich pendle zwischen Home-Office, Kundenterminen, Modenschauen, Fotoshoots und Messen hin und her, lebe zeitweise in einem Monat in drei verschiedenen Zeit- und Klimazonen.

Ohne Ausgleich würde ich sofort ausbrennen, also habe ich immer mein Skateboard im Koffer. Damit kommt man oft ebenso schnell von A nach B wie mit anderen Verkehrsmitteln, hat aber jede Menge Bewegung und konzentriert sich auf etwas, das nichts mit Arbeit zu tun hat. Pilates-Matte und Aerobic-DVD gehören bei mir ebenfalls zur Grundausstattung – damit kann ich zwischen zwei Terminen schnell noch etwas Fett verbrennen, ohne dass ich an feste Termine in einem Fitness-Studio gebunden bin. So komme ich auf 10-12 Stunden Sport pro Woche, dementsprechend wenig muss ich auf meine Ernährung achten – mal ein Salat ist schön und gut, aber ich habe eher einen rustikalen Geschmack, Bratkartoffeln und so. Das kann ich mir ohne schlechtes Gewissen gönnen, denn am nächsten Tag wird ja wieder gesportet – egal wo ich gerade bin, man muss nur flexibel sein.”

 

Der Unternehmensberater achtet auf seine Ernährung

Marcus, 49, Partner einer internationalen Unternehmensberatung: “Ich bin höchstens 2 Wochenenden im Monat zuhause, daher fällt das Kochen zumeist aus. Ich lebe in Hotels, an Flughäfen und in Taxis. Meine Arbeitstage dauern bis zu 16 Stunden, davon die meiste Zeit sitzend. Fit zu bleiben ist eine wirkliche Herausforderung, insbesondere wenn man an feste Zeiten und Mahlzeiten gebunden ist, die ich meistens einfach nicht einhalten kann. Daher bemühe ich mich, möglichst leicht und gesund zu essen – viel Gemüse, viel Fisch, wenig Fettiges. Wenn in einer Besprechung Pizza bestellt wird, beschränke ich mich meistens auf einen Salat, außerdem suche ich mir stets Hotels mit einem Fitness-Bereich, den ich vor oder nach dem Arbeitstag noch aufsuchen kann.

Ich versuche, regelmäßig Sport zu machen, zur Not muss es auch ein Workout im Hotelzimmer sein, z.B. Sit-ups oder Liegestütze. Je fitter ich bin, desto mehr Energie habe ich – Ausdauer und Belastbarkeit sind in meinem Job das A und O. Früher hatte ich oft Gewichtsprobleme und fühlte mich insgesamt nicht wohl in meiner Haut. Ein befreundeter Kollege riet mir, meine Ernährung etwas bewusster zu steuern und jede Möglichkeit zur Bewegung zu nutzen. Es wirkt – ich bin seitdem fitter, besser in Form und viel ausgeglichener! Zudem habe ich nicht mehr das permanente Gefühl, kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen, sondern fühle mich, als könnte ich auf meinem derzeitigen Anforderungslevel noch mindestens 20 Jahre weitermachen.”

 

Der Aussteiger dreht seinen Lebensstil um 180°

Tobias, 46, arbeitete 10 Jahre als technischer Leiter und später als Geschäftsführer eines Software-Unternehmens. Mit 40 Jahren erlitt er einen Kreislaufzusammenbruch – Diagnose: Burn-Out. Seitdem lebt er als freiberuflicher Berater an der Ostsee: “Ich habe immer nur für meinen Job gelebt, von früh morgens bis spät Abends, oft auch bis in die Nacht. Wochenende und Feiertage waren Arbeitstage, nur zwischen Weihnachten und Neujahr gönnte ich mir regelmäßig Auszeiten. Ich habe ein Klischee gelebt – und auch genossen: die leeren Pizzakartons und Coladosen stapelten sich neben dem PC, und der Schlafsack wartete auf der Büro-Couch, falls es doch mal wieder zu spät wurde. Sport bestand für mich darin, Samstags die Sportschau zu gucken. So kam ich schnell auf deutlich über 100 Kilo. Klar, dass ein derart untrainierter Körper auf Dauer nicht stressresistent genug ist, um mein Arbeitspensum mitzumachen.

Ergebnis: mit Anfang 40 ging nichts mehr, ich erlitt mehrmals im Büro Schwächeanfälle, beim letzten Mal kam ich ins Krankenhaus. Diagnose: Kreilaufkollaps, Burn-Out-Syndrom. Für mich eine einschneidende Erfahrung. Ich kündigte und begann eine Verhaltenstherapie, um ganz schnell festzustellen, dass ich die Jahre zuvor im wahrsten Sinne des Wortes verschwendet hatte. Ich lernte, meine Zeit auch ohne permanent eingebunden zu sein sinnvoll zu nutzen, vor allem für mich selber. Schnell wurde aus Spaziergängen Walking und aus Walking Joggen, ich trainierte im Fitness-Studio und stellte meine Ernährung um.

Ich habe nun 2 Sünden-Tage, die ich mir pro Woche gönne und an denen ich alle Fünfe gerade sein lasse, was das Essen angeht. Ich arbeite höchstens noch 8 Stunden am Tag und mache bewusst Feierabend – keine Überstunden, keine endlosen Nächte mit Chips und Cola vor dem Laptop mehr. Stattdessen treffe ich Freunde und treibe viel Sport. Geholfen hat auch der Umzug: seit ich am Meer lebe fällt es mir viel leichter, rauszugehen und meine relativ neue Fitness zu genießen, anstatt nur vor dem PC zu leben.”

 

Fitness-Tipps für Manager und andere Vielbeschäftige

  • Versuchen Sie, sich auch auf Reisen oder bei Geschäftsessen möglichst leicht und ausgewogen zu ernähren! Lassen Sie sich nicht von schnellen Snacks verführen, greifen sie für den kleinen Hunger zwischendurch zu Obst oder leichten Joghurt- und Quarkprodukten. Lesen Sie dazu auch unseren Grundlagen-Beitrag zur Ernährungsumstellung für mehr Informationen!
  • Wenn es mal später im Büro wird oder ein Termin die Mittagspause auffrisst, bestellen Sie einen Salat oder ähnliche kohlenhydrathaltige Speisen. Verzichten Sie auf übermäßig fettige oder schwere Gerichte!
  • Suchen Sie sich ein Fitness-Studio, das bundesweit oder international Niederlassungen unterhält, z.B. Holmes Place oder Fitness First. So können Sie auch auf Reisen regelmäßig Ihrem Fitnessprogramm nachkommen. Alternativ: steigen Sie bevorzugt in Hotels mit vollwertigem Fitness-Bereich ab und nutzen Sie diesen regelmäßig!
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit zu Workout und Bewegung! Joggen Sie vor oder nach der Arbeit, fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit, machen Sie Liegestütze und ähnliche Übungen in Ihrem Büro oder Hotelzimmer – mindestens 30 Minuten am Tag!
  • Nehmen Sie sich Auszeiten, in denen Sie sich bewusst um sich kümmern. Treiben Sie im Urlaub regelmäßig Sport und nutzen Sie neben der Erholung die Zeit, die Sie zur Verfügung haben, um sich in Form zu halten!
  • “Hören” Sie auf Ihren Körper: liegt Ihnen das Essen schwer im Magen? Fühlen Sie sich schlapp und untrainiert? Sind Sie kurzatmig beim Treppensteigen? Ihr Körpergefühl verrät Ihnen eine Menge über Ihren Fitnss-Zustand!
  • Konsultieren Sie einen Personal Trainer und lassen Sie sich ein individuelles, auf Ihren Alltag und Ihr berufliche Auslastung zugeschnittenes Trainings- und Ernährungsprogramm erstellen!
  • Refokussieren Sie sich! Haben Sie dauerhaft zu viel zu tun, um sich nachhaltig um den Erhalt Ihrer Gesundheit und Fitness zu widmen, und sind Sie evtl. bereits gefährdet (Stress, Übergewicht, Schlafstörungen…)? Denken Sie darüber nach, wie Sie Ihren Job mit Ihrem individuellen Fitnessbedarf in Einklang bringen können, ohne dass das Eine oder das Andere leidet! Führen Sie sich stets vor Augen: Sie können in Ihrem Leben vielleicht noch 5 oder 10 Jobs haben – Sie haben jedoch nur einen unersetzlichen Körper!
  • Bestehen Sie auf Ihren Fitness-Terminen und halten Sie sie ungeachtet der beruflichen Auslastung ein – kein Job-Druck kann so hoch sein, dass Sie darüber Ihre Gesundheit vernachlässigen sollten!

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