Besondere Ernährungsformen: Vegetarisch, Vegan & Glutenfrei

Viele Menschen entschließen sich bewusst oder aufgrund von Krankheiten oder Unverträglichkeiten zu einer besonderen Ernährungsform, die bestimmte Lebensmittel ausschließt. Eine Umstellung der Ernährung erfordert meist ein Umdenken, das anfangs vielen Menschen schwer fällt, mit der Zeit jedoch leichter wird und schließlich als Ernährungsform vollständig in den Lebensstil integriert ist.

 

Die vegetarische und vegane Ernährungsform

Vegetarier und Veganer entscheiden sich meist aus ethischen oder umweltbedingten Gründen für ihre Ernährungsform. Vegetarier essen pflanzliche Lebensmittel. Je nach Ausprägung kombinieren sie diese mit Milchprodukten und Fisch. Auf Fleisch wird generell verzichtet, teilweise auch auf Eier. Spezielle Sonderformen der vegetarischen Ernährung verbieten auch den Verzehr von Fisch. Die ovo-lacto-legetabile Ernährung erlaubt zum Beispiel den Verzehr von allen Lebensmitteln außer Fleisch und Fisch. Die ovo-vegetabile Ernährung erlaubt den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln und Eiern, während auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte vollständig verzichtet wird. Die lacto-vegetabile Ernährung beinhaltet pflanzliche und Milchprodukte, während auf Fleisch, Fisch und Eier verzichtet wird. Im Gegenzug dazu beschränkt sich die vegane Ernährung ausschließlich auf den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln. Auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier und Honig wird komplett verzichtet.

Forscher haben mittlerweile folgendes herausgefunden: Die vegane Ernährung hat positive Folgen für die Welternährung. Würde die gesamte Menschheit ihre Ernährung auf vegan umstellen, könnten die derzeitigen landwirtschaftlichen Erträge die gesamte Weltbevölkerung ernähren. Dies ist derzeit nicht möglich, weil ein großer Teil der Erträge an Nutztiere verfüttert wird oder für die Herstellung von Bio-Sprit verwendet wird.

 

Nahrungsmittelintoleranz und Allergien

Viele Menschen müssen ihre Ernährung umstellen, da sie an einer Allergie oder Intoleranz leiden. Bei einer Allergie reagiert das körpereigene Abwehrsystem auf körperfremde Substanzen. Dies kann sich durch Ausschläge,  Schwellungen, Kribbeln, Juckreiz oder anderweitig äußern. Eine Intoleranz wird deutlich, wenn dem Körper ein bestimmtes Enzym fehlt und er deshalb mit Unverträglichkeit auf bestimmte Stoffe reagiert. Als Folge davon sind Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Abgeschlagenheit zu beobachten.

 

Glutenfreie Ernährung

Zöliakie ist eine Erkrankung, die auf der Unverträglichkeit von Gluten basiert. Gluten ist ein Eiweiß, das in verschiedenen Getreidesorten vorkommt. Durch den Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln kommt es zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Zöliakie äußert sich durch Blähungen und ungewöhnlichen Stuhl, durch gelegentliches Erbrechen, durch Müdigkeit, Bauchschmerzen und Muskel- und Gelenkschmerzen. Ungefähr 1 % der Bevölkerung leidet an Zöliakie. Viele wissen jedoch nichts davon, da nicht bei jedem Symptome auftreten oder erkannt werden. Der Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel führt jedoch schnell zu einer Besserung des allgemeinen Wohlbefindens, deshalb sollte man bei Unwohlsein unbedingt einen Arzt aufsuchen, damit dieser eine entsprechende Diagnose stellen kann, die weitere Schritte ermöglicht.

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